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bei der Studienstiftung Christa & Dr. Dieter Grasedieck in Bottrop.

Kirchhellener Grundschüler zeigen, wie Müllvermeidung klappt

Die Drittklässler der Gregorschule sind zu Müllexperten geworden. Sie zeigen jüngeren Schülern, was sie über Müllvermeidung und Recycling wissen.

Schule und Umwelt

Gregorschüler aus Kirchhellen sind nun Müllexperten: Johanna, Emil und Lasse zeigen, was sie aus Müll gebastelt haben.

Gregorschüler aus Kirchhellen sind nun Müllexperten: Johanna, Emil und Lasse zeigen, was sie aus Müll gebastelt haben.

Foto: Olaf Fuhrmann / Funke Foto Services GmbH

Kirchhellen.

In der dritten Jahrgangsstufe der Gregorschule drehte sich in den vergangenen Wochen alles um den Müll, besser gesagt um Müllvermeidung, -verwertung oder -trennung. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt im Flur der Grundschule vorgestellt.

Die Idee zu diesem Projekt sei von den Kinder selbst gekommen, berichten die Klassenlehrerinnen Beate Wolff und Jana Beike. Bei einem Besuch imWaldpädagogischen Zentrum (WPZ) hätten die Schüler von durch Müll gefährdete Tieren erfahren und wollten dies im Unterricht vertiefen. „Wir haben überlegt, was wir zum Thema erarbeiten sollten und vier große Themen entwickelt“, erläutert Wolff.

Grundschüler erstellen Plakate und Vorträge

Die Schülerinnen und Schüler haben die Themen bearbeitet, Plakate und Arbeiten erstellt und kleine Vorträge für ihre Mitschüler vorbereitet. Sie demonstrieren den Papierkreislauf vom Abfall bis zum recycelten Produkt. Lena und Ecrin aus der 3b erklären die verschiedenen Wege beim Glaskreislauf mit Mehrwegflaschen oder Altglasrecycling. Die Schüler raten zur Müllvermeidung – „die fängt beim Einkauf an“ –, aber sie fangen auch bei sich selbst an: „Man muss auch kein Plastikspielzeug haben.“

Märtha, Charlotte, Erin, Hannes und Tom aus der 3a haben ein Quiz mit Fragen zum Müll vorbereitet und Bücher zum Thema ausgelegt. Erschreckende Bilder von Meerestieren mit Gartenschläuche und Blumentopf im Magen werden gezeigt, um die Folgen von Umweltverschmutzung für Meerestiere zu demonstrieren. Die Schüler informieren mit plastischen Beispielen: „Eine Flasche braucht 4000 Jahre zum verrotten“. Oder: „In Indiens Hauptstadt gibt es einen Müllberg, der jährlich um zehn Meter wächst.“

Drittklässler zeigt Blumentöpfe aus aufgeschnittenen Plastikflaschen

Gebasteltes mit „Wertlosmaterial“ wird ebenfalls vorgeführt. Lasse (3b) zeigt mit Kräutern bepflanzte Blumentöpfe aus aufgeschnittenen Plastikflaschen, Max stellt „Kunstwerke aus Müll“ aus. Eine Collage aus Plastikflaschen und -verschlüssen mit gemalter Biene ist zu bestaunen, Korken wurden bemalt, zu Blumen zusammengeklebt und in bunten Flaschen präsentiert. In einer Fühlkiste können Plastikgegenstände ertastet werden.

Dann wird es wuselig, der Flur füllt sich mit Erstklässler, die sehr interessiert sind an der Arbeit der „Großen“, die wiederum stolz darauf sind, den „Kleinen“ etwas zeigen zu können.

Studienstiftung Christa und Dieter Grasedieck fördert das Projekt

Die Studienstiftung Christa und Dieter Grasedieck fördert das Projekt mit Gutscheinen für die Klassenkassen. Grasedieck erinnert bei der Preisverleihung an die Forderungen der „Fridays for future“-Bewegung: „Das habt ihr an eurer Schule umgesetzt“, Nachhaltigkeit sei für ihn eines der wichtigsten Themen der Zukunft.

Die Stiftung ist mit ihrer Förderung an Grundschulen, weiterführenden Schulen und an der Hochschule vertreten. Womit sich laut Grasedieck auch wieder der Kreis zu den Grundschülern schließe: „Wir haben damit einen direkten Zusammenhang zwischen Grundschularbeit und Universität.“

In­sti­tut für zir­ku­lä­re Wert­schöp­fung

An der Hoch­schu­le Ruhr West (HRW) in Bot­trop wird ein In­sti­tut für zir­ku­lä­re Wert­schöp­fung ein­ge­rich­tet. Da­hin­ter ver­birgt sich der Ge­dan­ke, den Wirt­schafts­kreis­lauf durch Re­cy­cling zu ver­klei­nern.

Die Stu­di­en­stif­tung Gra­se­dieck för­dert das neue In­sti­tut, das seine Ar­beit be­reits nach den Som­mer­fe­ri­en auf­neh­men wird.